Waldorfschule Rostock

 

Lehrplan der Waldorfschule Rostock

"Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen,
in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen“
Rudolf Steiner - Begründer der Waldorfschulen

Die Waldorfschule Rostock gehört zu einer Gemeinschaft von über 200 Schulen in Deutschland und über 1000 Schulen weltweit. Sie ist damit Teil des größten freien Schulträgers neben Staat und Kirche. Jede Waldorfschule ist autonom und wird von Eltern und Lehrern selbst verwaltet. Die Rostocker Schule besteht seit 1993. Sie ist Ganztagsschule mit Hortbetreuung und Abiturklasse.

Waldorfpädagogik bedeutet:

  • Gesamtschule von Klasse 1 – 12
  • zwei Fremdsprachen ab Klasse 1
  • themenbezogener Blockunterricht (Epochenunterricht)

handwerklich-künstlerische Bildung

  • arbeiten mit Holz, Ton, Metall, Stein, Papier und Textil
  • erlernen von Instrumenten, Orchester, Chor
  • Eurythmie (Bewegungskunst)
  • Ausbildung grundlegender Maltechniken
  • Kunstreise in Klasse 12

grundlegende humanistische Bildung

  • Rezitation, Ausbildung sprachlichen und schriftlichen Ausdrucks, Theaterprojekte, Begreifen und Erleben geschichtlicher Zusammenhänge

mathematisch-naturwissenschaftliche Erfahrungen zum Anfassen

  • Praktika in Biologie, Chemie, Physik, Feldmessen und Informatik

berufliche Orientierung

  • Landwirtschaftspraktikum, Betriebs- und Sozialpraktika

Unsere Schüler können die Realschulprüfung in Klasse 12 und das Abitur in Klasse 13 ablegen.
Wir entlassen sie als vielseitig gebildete, selbstbewusste und soziale Persönlichkeiten.

 

 

 

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Oberstufe

  • Abschlüsse
  • Abiturvoraussetzungen
  • Prüfungsordnung
  • Praktika

In Mecklenburg- Vorpommern besuchen alle Schüler die Waldorfschule bis zur 12. Klasse und legen danach die zentrale Realschul- oder Berufsreifeprüfung ab. Wer Abitur machen möchte, braucht dazu einen qualifizierten Realschulabschluss (Notenschnitt besser als 2,5) und kann sich dann ein Jahr an der Schule auf die Prüfung vorbereiten und sie dort auch ablegen.

Landwirtschaftspraktikum

Der Gartenbauunterricht der 9. Klasse endet mit einem Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Bei diesem dreiwöchigen Aufenthalt, zum Teil in ganz anderen geographischen Regionen, soll der bisherige Lernprozess im praktischen und verantwortungsvollen Tun angewendet werden. Dazu fahren die Schüler in der Regel in Zweiergruppen auf einen biologisch-dynamisch wirtschaftenden Bauernhof. Hier eignen sie sich nicht nur fachliche Kenntnisse an sondern machen auch wichtige soziale Erfahrungen, beispielsweise beim Hineinfinden in eine Familie oder Hofgemeinschaft oder durch die spürbare Verantwortung gegenüber Tieren und/oder Verbrauchern. Sie erleben was es heißt durchzuhalten, beispielsweise wenn anstrengendes Unkrautjäten auf einem endlos erscheinenden Feld ansteht. Wie positiv sich solche Erfahrungen auswirken, zeigt sich an den Reaktionen der Schüler: die anfängliche Reserviertheit macht oft einer positiven, oft euphorischen Einschätzung Platz. Die Schüler erleben die Befriedigung von Grundbedürfnissen und spüren persönlich, mit wie harter Arbeit die Erzeugung von Lebensmitteln verbunden ist. Sie erhalten Einblicke in Bedingungen und Aufgaben der Landwirtschaft und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur als unserer Lebensgrundlage. Der konkrete tägliche Einblick und das tägliche Tun in wirtschaftlichen und sozialen Prozessen unter landwirtschaftlichen Bedingungen bringen berufsorientierte Wünsche und Vorstellungen in Bewegung.
(03.06.2014)

Kunstfahrt

Gleich zu Beginn des 11. Schuljahres reist die Klasse gemeinsam mit dem Kunstfachlehrer und dem/der Klassenbetreuer/in für ungefähr 10 Tage nach Italien. Hierfür hat jeder Schüler sich inhaltlich so vorbereitet, dass er seinen Mitschülern vor Ort umfassend über ein Kunstwerk/einen Künstler/ ein Bauwerk berichten kann. Meistens führt die Reise nach Florenz und an einige andere Orte in der Toskana, wo es eine große Fülle von kunstgeschichtlichen Schätzen zu entdecken gibt. Die Schüler führen eine Art Reisetagebuch: Sie zeichnen an allen Orten, die wir besuchen und entwickeln auf diese Weise einen intensiven und beobachtenden Blick. In den danach noch verbleibenden Monaten erarbeiten sie im Malunterricht ihr Abschlussbild. Hierzu wird eine Skizze aus dem in Italien entstandenen Skizzenbuch ausgewählt und eigenständig und mit einer selbst gewählten Technik auf Leinwand umgesetzt.
(03.06.2014)