Oberstufe
- Abschlüsse
- Abiturvoraussetzungen
- Prüfungsordnung
- Praktika
In Mecklenburg- Vorpommern besuchen alle Schüler die Waldorfschule bis zur 12. Klasse und legen danach die zentrale Realschul- oder Berufsreifeprüfung ab. Wer Abitur machen möchte, braucht dazu einen qualifizierten Realschulabschluss (Notenschnitt besser als 2,5) und kann sich dann ein Jahr an der Schule auf die Prüfung vorbereiten und sie dort auch ablegen.
Die Abiturprüfungsordnung finden Sie hier:
http://www.kultus-mv.de/_sites/bibo/vo/schule/waldorf_abi.pdf
Zum Landwirtschaftspraktikum
Der Gartenbauunterricht endet in der 9. Klasse mit einem Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Der mehrwöchige Arbeitsaufenthalt in zum Teil ganz anderen geographischen Regionen soll das Gelernte auf einer anderen Ebene ins praktische und verantwortliche Tun führen.
Für zweieinhalb bis drei Wochen gehen alle Schüler der 9. Klasse meist zu zweit auf einen biologisch-dynamisch wirtschaftenden Bauernhof, um dort die praktische Arbeit in der Landwirtschaft kennen zu lernen. Neben den Kenntnissen, die sich die Schüler dabei aneignen, geht es bei diesem Praktikum auch um in diesem Lebensalter besonders wichtige soziale Erfahrungen. Das beginnt bei dem sich Einfügen in eine Familie oder Hofgemeinschaft, umfasst aber auch das Erleben von Verantwortlichkeit (etwa für Tiere oder auch dem Verbraucher gegenüber) und das Durchhaltenmüssen, wenn es z.B. um das strapaziöse Unkrautjäten auf einem endlos erscheinenden Feld geht. Die positive Wirkung dieser Erfahrungen spüren auch die Schüler selber, was sich regelmäßig daran zeigt, dass nach anfänglicher Reserviertheit am Ende dann eine durch die Bank positive, oft euphorische Einschätzung steht. Gerne unterstützt die Schule den Wunsch einzelner Schüler, das Landwirtschaftspraktikum im Ausland durchführen zu können.
In der Landwirtschaft überwiegt der physische Aspekt der Arbeit. Im Landwirtschaftspraktikum machen die Schülerinnen und Schüler die Erfahrung, dass die Befriedigung von Grundbedürfnissen, die Erzeugung von Lebensmitteln, mit harter Arbeit verbunden ist.
Die Jugendlichen erhalten einen Einblick in die Bedingungen und Aufgaben der Landwirtschaft und entwickeln ein Bewusstsein für die Verantwortung der Menschen gegenüber der Natur als unserer Lebensgrundlage.
Nach der 8jährigen Klassenlehrerzeit tritt der Waldorfschüler in der 9. Klasse in eine neue Lebens- und Lernphase. Im Landwirtschaftspraktikum zieht der Schüler zum ersten Mal allein oder mit einem Mitschüler zusammen für eine längere Zeit von zu Hause fort. Er soll sich dort aber noch in eine behütete, familienähnliche Gemeinschaft auf dem Bauernhof eingliedern und sich ganz in diese neue Lebenssituation einfügen. Deshalb soll auch das Praktikum von keiner Heimreise unterbrochen werden.
Damit dies erleichtert wird, befinden sich unsere Praktikumsbetriebe zwischen 100 und 1300 km von Rostock entfernt.

