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Die Raumgestaltung

Wer die Gruppenräume betritt, wird gemütliche und wohnliche Räume vorfinden, die durch Naturholz und unaufdringliche Farben in ein warmes Licht getaucht werden. Das Spielzeug besteht größtenteils aus Naturmaterialien, handgearbeiteten Holzfiguren und Tieren, genähten und gestrickten Püppchen und Decken, pflanzengefärbten Tüchern und Holzstänern zum Bauen.

Kleine Gaben aus der Natur, die sich in den Gruppenräumen befinden, zeigen auch im Haus den Kindern den Lauf der Natur und die Zeit der entsprechenden Jahresfeste auf. Mit Liebe zum Detail werden die Räume passend zur Jahreszeit von Kindern und Erziehern ausgestaltet.

Geborgenheit geben durch festen Rhythmus

Unsere Kinder sind den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt und werden zu einem nicht geringen Teil von ihnen geprägt. Da die meisten Kinder heutzutage viel Zeit außerhalb von ihrem Zuhause verbringen, soll unser Kindergarten für sie ein verlässlicher ruhiger Ort sein, an dem die grundlegenden Lebensver-richtungen erlebt werden können – die Hausarbeit, die Zubereitung der Mahlzeiten, das freie Spielen. Die Wiederkehr, die Regelmäßigkeit des Tages, -Wochen, - und Jahreslaufs machen wir durch verschiedene Lieder, Verse, Basteleien und Reigen entsprechend der Jahreszeit sowie durch das Feiern von Festen des christlichen Kulturkreises für die Kinder erlebbar. Sie finden Halt und Sicherheit  in diesem Rhythmus, der für ihre Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist.

Das freie Spiel

Im Waldorfkindergarten kommt dem freien phantasievollen Spiel eine besondere Bedeutung zu. In der Zeit vor dem Frühstück, beim Spiel im Freien und am Nachmittag können unsere Kinder ganz nach ihren Vorstellungen spielen und sich im Umgang miteinander üben. Während dieser Zeit haben die Kinder ebenfalls die Möglichkeit, an der häuslichen Arbeit, den Frühstücks- und Festvorbereitungen, Basteleien und handwerklichen Tätigkeiten teilzunehmen. Zur Freispielzeit finden unsere Vorschulkinder speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Angebote.

Zum festen Rhythmus gehört auch das tägliche Spiel im Freien. Unser schöner Garten bietet viel Platz zum Toben, Klettern, Laufen, Verstecken und Verweilen. Büsche und Bäume bieten Schutz, Weidenhäuschen laden ein, Äste, Stämme, Sand  und Steine fordern zum Spielen auf, Gemüse- und Blumenbeete werden gepflegt. Bei jedem Wetter können die Kinder das tägliche Werden und Vergehen der Natur hautnah miterleben und erkunden.

Die Nachahmung – ein wunderbares Werkzeug

Je jünger das Kind ist, desto mehr nimmt es über alle Sinne die es umgebenden Menschen und Dinge wahr. Ganz offen und vertrauensvoll wendet es sich diesen zu und ahmt die erlebten Handlungen nach. So sind wir als Erzieher bestrebt, mit Gedanken, Gefühlen und Gesten ganz beim Kind zu sein, als Vorbild zu wirken und ihm in seiner Individualität gerecht zu werden. Erwachsene
bei der Arbeit sind besonders anregend für das kindliche Spiel. Wir lassen daher die Kinder an den täglichen Verrichtungen wie Kochen, Backen, Putzen, Aufräumen, Nähen, Reparieren von Spielzeug, handwerklichen Tätigkeiten sowie Gartenarbeit und vieles mehr teilhaben, wodurch sie vielfältige Anregungen zum Spiel und Verhalten bekommen. Das häusliche Milieu gibt den Kindern Geborgenheit und stärkt ihre Nachahmungs- und Willenskraft.



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